Lamarr-Institut und CRCHUM stärken internationale Zusammenarbeit

Representatives of the Lamarr Institute, TU Dortmund and CRCHUM present the signed Letter of Intent during AI26 – The Lamarr Conference, marking the start of an international AI collaboration in healthcare.
© Max Waidhas/ Uni Bonn

Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, das Gesundheitswesen nachhaltig zu verändern; allerdings nur, wenn wissenschaftliche Durchbrüche in vertrauenswürdige und skalierbare Lösungen überführt werden, die die Patientenversorgung im klinischen Alltag verbessern.

Aufbauend auf den Kontakten, die während der Kanada-Delegation des Lamarr-Instituts im vergangenen Jahr geknüpft wurden, haben das Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz und das Centre de recherche du Centre hospitalier de l’Université de Montréal (CRCHUM) im Rahmen der AI26 – The Lamarr Conference eine Absichtserklärung (Letter of Intent, LoI) unterzeichnet. Die Vereinbarung ist ein direktes Ergebnis dieses internationalen Austauschsund markiert den Beginn einer strategischen Zusammenarbeit zwischen dem CRCHUM und der Technischen Universität Dortmund, einem der tragenden Partner des Lamarr-Instituts, zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich vertrauenswürdiger KI für das Gesundheitswesen.

„Ich freue mich sehr über unsere Partnerschaft mit dem Lamarr-Institut. Gemeinsam wollen wir über vielversprechende KI-Prototypen in der biomedizinischen Forschung und im Gesundheitswesen hinausgehen und vertrauenswürdige Lösungen identifizieren und verantwortungsbewusst umsetzen, die sich auf unsere jeweiligen Gesundheitssysteme übertragen lassen. Unser gemeinsames Ziel ist es, sicherzustellen, dass KI dort einen positiven Beitrag leistet, wo es für die Patienten am wichtigsten ist: Zugang, Sicherheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“, erklärt Prof. Dr. Sylvain Baillet, CRCHUM Montréal.

Die Zusammenarbeit greift eines der zentralen Themen der AI26 auf: exzellente KI-Forschung in praxistaugliche Lösungen für das Gesundheitswesen zu überführen. Prof. Dr. Jürgen Bajorath, Area Chair des Bereichs Life Sciences & Health am Lamarr-Institut, betont: „Künstliche Intelligenz kann das Gesundheitswesen nur dann verändern, wenn wissenschaftliche Fortschritte in robuste, praxistaugliche KI-Lösungen umgesetzt werden, denen Ärzte und Patienten vertrauen können. Die internationale Zusammenarbeit ist unerlässlich, um KI-Lösungen zu entwickeln, die systemübergreifend validiert, verantwortungsvoll in der klinischen Praxis eingesetzt und letztlich zur Verbesserung der Patientenversorgung beitragen können.“

Durch die Vernetzung von Fachwissen aus verschiedenen Disziplinen, Institutionen und Gesundheitssystemen schafft die neue Zusammenarbeit die Grundlage dafür, vertrauenswürdige KI-Lösungen schneller in die medizinische Praxis zu überführen, von der biomedizinischen Forschung und Wirkstoffentwicklung bis hin zur Diagnostik und Patientenversorgung. Damit trägt sie zu einer gemeinsamen Vision bei, die über die AI26 hinausreicht: exzellente KI-Forschung dort wirksam werden zu lassen, wo sie den größten Nutzen für Patientinnen und Patienten entfaltet.

Weitere News