Wie KI zunehmend Teil von Arbeitsprozessen wird

Photo: Participants listening to presentations at the AI Workshop 2026 in a lecture hall
Austausch zwischen Forschung und Praxis zur Gestaltung von KI in der Arbeitswelt

Wie kann Künstliche Intelligenz konkret die Arbeitswelt verbessern? Wie lassen sich Forschungsergebnisse schneller in die Praxis übertragen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der zweiten KI-Werkstatt, die am 17. März 2026 in Dortmund stattfand. Rund 100 Teilnehmende aus Wissenschaft und Praxis kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und konkrete Anwendungsfälle zu beleuchten. Die Veranstaltung zeigt: Der Bedarf an Austausch wächst, wie auch der Druck, tragfähige Lösungen für den Arbeitsalltag zu entwickeln.

Die Werkstatt wurde von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) organisiert und fand in der Arbeitswelt-Ausstellung der DASA statt. Zu den Mitorganisatoren zählten neben der BAuA das Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz, die Technische Universität Dortmund sowie das Research Center for Trustworthy Data Science and Security. Bereits der Veranstaltungsort setzte den Rahmen: Der Weg durch historische Industriekulissen führte direkt in Diskussionen über die Zukunft der Arbeit. Inhaltlich standen vor allem praxisnahe Fragestellungen im Fokus, etwa der Einsatz intelligenter Assistenzsysteme oder die Gestaltung sicherer und vertrauenswürdiger KI-Anwendungen.

Von der Technologie zur menschengerechten Anwendung

In interaktiven Formaten diskutierten Teilnehmende konkrete Herausforderungen aus dem Arbeitsalltag. Forschende des Lamarr-Instituts brachten hier ihre Perspektiven ein: Prof. Dr. Matthias Feurer arbeitet an automatisierten Lernverfahren, die den Einsatz von KI in betrieblichen Prozessen erleichtern, während Prof. Dr. Jens Teubner untersucht, wie datengetriebene Systeme effizient in reale Anwendungskontexte integriert werden können. Gleichzeitig wurde deutlich: Der zentrale Hebel liegt weniger im vereinzelten Einsatz neuer Technologien als in der Bereitschaft von Organisationen, Arbeitsprozesse ganzheitlich neu zu denken und konsequent mit digitalen Lösungen zu gestalten. Dazu gehört, Anwendungen nicht isoliert einzuführen, sondern entlang realer Arbeitsabläufe zu entwickeln, zu erproben und weiterzuentwickeln. Aus Sicht der Arbeitsforschung bleibt dabei entscheidend, technologische Innovationen so einzubetten, dass sie Sicherheit, Gesundheit und Akzeptanz der Beschäftigten stärken.

Die KI-Werkstatt reiht sich damit in eine breitere Entwicklung ein: Mit der zunehmenden Verbreitung von KI in Unternehmen rückt die Frage in den Vordergrund, wie Arbeit menschengerecht gestaltet werden kann. Institutionen wie das Lamarr Institute for Machine Learning and Artificial Intelligence und die Technische Universität Dortmund treiben diese Verbindung von Spitzenforschung und praktischer Anwendung gezielt voran. Die Dortmunder Veranstaltung zeigt exemplarisch, wie dieser Transfer gelingen kann und warum er für die Zukunft der Arbeitswelt entscheidend ist.

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