London-Delegation bringt neue Impulse für KI-Standort NRW

City of Dortmund delegation at an event in London on international collaboration in artificial intelligence with representatives from politics, industry, and research
City of Dortmund delegation visit to London: Exchange with international partners from industry, research, and policy to strengthen AI innovation and collaboration.

Wie schnell sich KI-Innovationen in die Anwendung übertragen lassen, hängt zunehmend von der Struktur ganzer Ökosysteme ab. Eine Delegationsreise der Stadt Dortmund nach London unter Leitung von Oberbürgermeister Alexander Kalouti, organisiert gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Dortmund, hat hierzu Einblicke in einen der dynamischsten KI-Standorte Europas gegeben. Stationen der Reise waren unter anderem das KI-Unternehmen Instadeep, das Startup Synthesia sowie ein Termin bei der Standortagentur London & Partners, einer Plattform für internationale Vernetzung und Start-ups, bei dem mehrere junge Unternehmen ihre KI-basierten Geschäftsideen präsentierten. Mit dabei war Prof. Dr. Sebastian Peitz vom Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz, der vor allem die enge Verzahnung von Start-ups, Forschung und Industrie als prägend hervorhebt.

Schnelle Anwendung durch enge Verzahnung

In London treffen forschungsstarke Universitäten auf eine aktive Start-up-Szene und global agierende Technologieunternehmen. Neue Entwicklungen werden dort häufig früh in marktfähige Anwendungen überführt, nicht zuletzt, weil Austausch und Zusammenarbeit zwischen den Akteuren strukturell verankert sind. Im Austausch mit Unternehmen, Start-ups und Netzwerken wie dem German Business Hub London zeigte sich zudem die zentrale Rolle persönlicher Kontakte für den Aufbau tragfähiger Kooperationen. „Neben einer sehr aktiven KI-Start-up-Szene verfügt London auch über starke industrielle Forschung. Diese Kombination schafft ein Umfeld, in dem Innovation besonders schnell in die Anwendung gelangt“, so Peitz.

Ausgründungen als Brücke zwischen Forschung und Anwendung

Vor diesem Hintergrund rücken Ausgründungen aus der Wissenschaft als verbindendes Element stärker in den Blick. Sie können Forschungsergebnisse frühzeitig in konkrete Anwendungsfelder überführen und gleichzeitig neue Impulse zurück in die Forschung tragen. In Ökosystemen wie London entstehen so dynamische Rückkopplungen zwischen akademischer Arbeit, unternehmerischer Entwicklung und industrieller Nutzung.

Für den KI-Standort Nordrhein-Westphalen gilt demnach: die vorhandene wissenschaftliche Stärke bietet eine solide Grundlage, um Transfermechanismen gezielt auszubauen, sei es durch internationale Kooperationen, durch engere Vernetzung mit industriellen Partnern oder durch eine stärkere Sichtbarkeit unternehmerischer Initiativen aus dem Forschungsumfeld.

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