Photo. Portrait of Matthias Schott.
© Universität Bonn/Barbara Frommann

Prof. Dr.
Matthias Schott

Associated Principal Investigator Physik

Prof. Matthias Schott ist Professor für Experimentelle Teilchenphysik an der Universität Bonn und arbeitet an der Schnittstelle von fundamentaler Physik und moderner Datenanalyse. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf präzisen Messungen der elektroschwachen Wechselwirkung mit dem ATLAS-Experiment am Large Hadron Collider des CERN sowie auf der Suche nach neuen Phänomenen wie axion-ähnlichen Teilchen und hochfrequenten Gravitationswellen. In diesem Kontext entwickelt seine Gruppe innovative Analysetechniken, um die Empfindlichkeit von Experimenten für seltene und bislang unerforschte Signaturen zu steigern.

Ein zentraler Aspekt seiner Forschung ist der Einsatz moderner Methoden des Maschinellen Lernens in der Teilchenphysik. Prof. Schott hat die Entwicklung von neuronalen Netzwerk-basierten Klassifikatoren koordiniert, die die Identifizierung seltener experimenteller Signaturen ermöglichen, gefördert durch zwei ERC-Forschungsstipendien. Über die Anwendungen in der Physik hinaus leitet er zudem ein Projekt zu KI-Sicherheit und adversarialem Lernen, das die Robustheit künstlicher Intelligenz in der wissenschaftlichen Entdeckung untersucht. Mit einem Hintergrund in der Informatik und Erfahrung als Gastprofessor an der Universität Marburg verbindet er Expertise aus Physik und Informatik, um Methoden für die Grundlagenforschung weiterzuentwickeln.