„KI – Muse oder Monster?“: Lamarr-Institut beim Cine Bonn Bleu Kurzfilmfestival

group of people standing in front of a photo wall
© Kurz Film Fest „Cine Bonn Bleu“ / Volker Essler

Bonn, 11. November 2025. Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in der kreativen Arbeit – Inspiration oder Bedrohung? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Panels „KI – Muse oder Monster?“, das am 8. November im Rahmen des Cine Bonn Bleu Kurzfilmfestivals im Kinopolis Bad Godesberg stattfand. Moderiert wurde die Diskussion von Anna Höpfner, Masterstudentin der Informatik an der Universität Bonn und Mitglied des Lamarr-Instituts für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz.

Vor rund 400 Besucherinnen und Besuchern diskutierten Expert*innen aus Design, Film und Technologie über Chancen, Risiken und kreative Potenziale von KI:

  • Manuela Klauser, Kreativ- und Innovationsberaterin sowie KI-Künstlerin (sheisinblack.art)
  • Sally Kiss, multidisziplinäre Designerin und Gründerin von KISSDESIGN
  • Tatjana Wittig, Direktorin und Chapter Lead AI bei der Deutschen Telekom
  • Tanja Schalling, Produzentin und Filmemacherin
  • Philipp Ladage, Medienpädagoge und Filmemacher

Die Diskussion beleuchtete Fragen zu Urheberrecht, Verantwortung und künstlerischer Freiheit im Zeitalter lernender Systeme. Die Panelist*innen zeigten auf, wie KI kreative Prozesse bereichern kann – und gleichzeitig neue Herausforderungen in Bezug auf Fairness, Transparenz und Vertrauen mit sich bringt.

„Besonders spannend war die Vielfalt der Perspektiven – von künstlerischer Neugier bis hin zu kritischer Reflexion über Ethik und Kontrolle“, sagt Moderatorin Anna Höpfner. „Dabei wurde deutlich: Kreativität und Verantwortung müssen Hand in Hand gehen. Wenn KI Teil kreativer Prozesse wird, ist es entscheidend, dass wir bewusst und reflektiert mit diesen Technologien umgehen – verantwortungsvoll, transparent und mit Blick auf ihre Wirkung.“

Für das Lamarr-Institut steht genau dieser Dialog im Zentrum von Vertrauenswürdiger KI: Künstliche Intelligenz eröffnet neue kreative Horizonte, erfordert aber zugleich Verantwortung, Reflexion und ethisches Bewusstsein. Nur in einem verantwortungsvollen Einsatz kann Technologie zu einem echten Werkzeug menschlicher Kreativität werden.

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