KI-Kolloquium mit Prof. Edward A. Lee zum Thema „Ist Information digital? Eine Verteidigung der Realität”
Am Donnerstag, dem 5. März 2026, hält Edward A. Lee von der University of California, Berkeley, einen Vortrag zum Thema „Ist Information digital? Eine Verteidigung der Realität” an der TU Dortmund.
Über das KI-Kolloquium
Das KI-Kolloquium, das vom Lamarr-Institut, dem Research Center Trustworthy Data Science and Security (RC Trust) und dem Center for Data Science & Simulation der TU Dortmund (DoDas) organisiert wird, bietet führenden Forschenden eine Plattform, um wegweisende Arbeiten im Bereich des maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz zu präsentieren. Diese 90-minütigen Sitzungen, die in der Regel donnerstags um 10 Uhr c.t. stattfinden, legen im Gegensatz zu anderen Kolloquien den Schwerpunkt auf den interaktiven Dialog und die internationale Zusammenarbeit und umfassen einstündige Vorträge und 30-minütige Fragerunden.
Über die Vorlesung
Die jüngsten Fortschritte in der künstlichen Intelligenz wurden weitgehend durch Systeme vorangetrieben, die auf großen Sammlungen digitaler Daten trainiert wurden. Gleichzeitig waren die Fortschritte bei KI-Systemen, die in der physischen Welt zuverlässig funktionieren, eher begrenzt. In diesem Vortrag geht Edward A. Lee einer grundlegenden Frage nach: Sind Informationen von Natur aus digital? Er untersucht den Unterschied zwischen dem Lernen aus aufgezeichneten Daten und dem Lernen durch direkte Interaktion mit der physischen Welt und stützt sich dabei auf die Informationstheorie und die Grundlagen der Informatik. Wenn Aspekte der Realität nicht vollständig in digitaler Form dargestellt werden können, hat dies Konsequenzen für unser Verständnis von Computern und für die zukünftige Entwicklung von KI-Systemen.
Über den Vortragenden
Edward A. Lee ist Professor an der Graduate School und emeritierter Distinguished Professor für Elektrotechnik und Informatik (EECS) an der University of California in Berkeley, wo er seit 1986 als Dozent tätig ist. Er ist außerdem Mitbegründer von Xronos Inc. und BDTI, Inc. Er ist Autor von sieben Büchern, von denen einige mehrere Auflagen und Übersetzungen erfahren haben, darunter zwei für ein allgemeines Publikum, sowie von Hunderten von Artikeln und technischen Berichten. Lee hat Hunderte von Keynotes und anderen Gastvorträgen an Veranstaltungsorten weltweit gehalten und 40 Doktoranden zum Abschluss geführt.
Professor Lee befasst sich in seiner Forschung mit cyber-physikalischen Systemen, die physikalische Dynamik mit Software und Netzwerken verbinden. Sein Schwerpunkt liegt auf der Verwendung deterministischer Modelle als zentraler Bestandteil des technischen Werkzeugkastens für solche Systeme. Er ist Direktor von iCyPhy, dem Berkeley Industrial Cyber-Physical Systems Research Center. Von 2005 bis 2008 war er Vorsitzender der EE-Abteilung und anschließend Vorsitzender des EECS-Fachbereichs an der UC Berkeley. Er hat die Entwicklung mehrerer einflussreicher Open-Source-Softwarepakete geleitet, darunter insbesondere Ptolemy und Lingua Franca.
Details
Datum
5. - 5. März 2026
13:00 - 15:00
Ort
TU Dortmund, OH14/E-23 - CS Lecture Hall OH14
Themen
Embodied AI,