AI-Kolloquium mit Prof. Allan Tucker zu „Lehren aus der der Generierung synthetischer Gesundheitsdaten: Genauigkeit, Datenschutz & Anpassbarkeit“
Am Mittwoch, den 04. Februar 2026, wird Prof. Allan Tucker von der Brunel University London einen Vortrag zum Thema „Lehren aus der Generierung synthetischer Gesundheitsdaten: Genauigkeit, Datenschutz & Anpassbarkeit“ halten, der Teil des AI-Koloquiums ist.
Über das AI-Kolloquium
Die AI-Kolloquien, organisiert vom Lamarr-Institut, dem Forschungszentrum Trustworthy Data Science and Security (RC Trust) und dem Zentrum für Datenwissenschaft und Simulation der TU Dortmund (DoDas), bieten führenden Forschern eine Plattform, um bahnbrechende Arbeiten auf dem Gebiet des maschinellen Lernens und der künstlichen Intelligenz vorzustellen. Diese 90-minütigen Veranstaltungen, die in der Regel donnerstags um 10 Uhr c.t. stattfinden, konzentrieren sich im Gegensatz zu anderen Kolloquien auf interaktiven Dialog und internationale Zusammenarbeit und umfassen einstündige Vorträge und 30-minütige Fragerunden. Das Kolloquium wird hauptsächlich in englischer Sprache abgehalten. Das hybride Format des Kolloquiums gewährleistet, dass alle Interessierten über diesen ZOOM-Link oder in Person teilnehmen können.
Über den Vortrag
Primäre Gesundheitsdaten sind für die Forschung von entscheidender Bedeutung, doch aufgrund ihres persönlichen Charakters sind sie häufig mit Datenschutzbedenken verbunden. Eine mögliche Lösung für dieses Problem könnte die Verwendung synthetischer Daten sein. Ein langfristiges Kooperationsprojekt zwischen der Brunel University London und der britischen Arzneimittel- und Gesundheitsbehörde zielt darauf ab, das Potenzial synthetischer Daten aufzudecken, und hat festgestellt, dass das Hauptproblem bei synthetischen Daten ihr inhärenter Bias ist.
Prof. Tucker wird das Projekt evaluieren, indem er auf die Generierung synthetischer Daten und die Erkennung des Bias eingeht. Er wird Wege zu einer genaueren Darstellung der tatsächlichen britischen Bevölkerung sowie Methoden zum Umgang mit dem Konzeptdrift bei Datenveränderungen vorstellen.
Über den Vortragenden
Allan Tucker ist Professor für Künstliche Intelligenz am Fachbereich Informatik der Brunel University London, wo er die Intelligent Data Analysis Group leitet. Seit 28 Jahren forscht er auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und Datenanalyse. Zu seinen Forschungsarbeiten zählen langfristige Projekte mit dem Moorfields Eye Hospital, wo er Pseudozzeitmodelle für Augenerkrankungen entwickelt, sowie mit DEFRA zur Modellierung der Dynamik von Fischpopulationen unter Verwendung von Zustandsraum- und Bayes’schen Techniken. Derzeit arbeitet er an Projekten mit Google, der Universität Pavia in Italien, dem Royal Free Hospital, der UCL, der Zoological Society of London und den Royal Botanical Gardens in Kew. Derzeit ist er CI am Centre of Excellence for Regulatory Sciences and Innovation. Er ist regelmäßig Mitglied des Programmkomitees der wichtigsten KI-Konferenzen (einschließlich IJCAI, AAAI und ECML) und gehört der Redaktion des Journal of Biomedical Informatics an. Er wurde vom NHS häufig zu den ethischen und praktischen Auswirkungen von KI in der Gesundheits- und Medizinforschung sowie von zahlreichen Thinktanks der Regierung und akademischen Einrichtungen zum Einsatz von maschinellem Lernen für die Modellierung von Fischereidaten konsultiert.

Details
Datum
4. Februar 2026
Ort
TU Dortmund; RC Trust
Themen
Allgemein, Bildung, Wissenschaft