{"id":40249,"date":"2026-08-14T08:54:45","date_gmt":"2026-08-14T08:54:45","guid":{"rendered":"https:\/\/lamarr-institute.org\/?p=40249"},"modified":"2026-09-04T12:38:28","modified_gmt":"2026-09-04T12:38:28","slug":"giant-magnet-to-search-for-axion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lamarr-institute.org\/de\/news\/giant-magnet-to-search-for-axion\/","title":{"rendered":"DFG F\u00f6rderung: Axion im Fokus eines Riesenmagneten k\u00f6nnte Verst\u00e4ndnis der Materie ver\u00e4ndern"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein zehn Meter langer Magnet soll k\u00fcnftig der Sonne folgen und dabei nach einem Teilchen suchen, das noch nie direkt nachgewiesen wurde. F\u00fcr den Bau des Magnetsystems von BabyIAXO stehen sechs Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. Die <strong><a href=\"https:\/\/www.dfg.de\/\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dfg.de\/\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutsche Forschungsgemeinschaft<\/a><\/strong> hat die F\u00f6rderung des Gro\u00dfger\u00e4ts bewilligt, das am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY in Hamburg entstehen soll. Koordiniert wird der Forschungsantrag von <strong><a href=\"https:\/\/lamarr-institute.org\/de\/person\/schott-matthias\/\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/lamarr-institute.org\/de\/person\/schott-matthias\/\" rel=\"noreferrer noopener\">Prof. Dr. Matthias Schott<\/a><\/strong> von der <strong><a href=\"https:\/\/www.pi.uni-bonn.de\/schott\/personal-homepage\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.pi.uni-bonn.de\/schott\/personal-homepage\" rel=\"noreferrer noopener\">Universit\u00e4t Bonn<\/a><\/strong>, Associated Principal Investigator am Lamarr-Institut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong><strong>Was ein Axionfund erkl\u00e4ren k\u00f6nnte<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Nachweis eines Axions w\u00fcrde zeigen, dass das Standardmodell der Teilchenphysik unvollst\u00e4ndig ist, und ein neues Elementarteilchen jenseits dieses Modells best\u00e4tigen. Handelt es sich um das theoretisch vorhergesagte QCD-Axion, k\u00f6nnte der Fund zugleich einen jahrzehntealten Widerspruch aufl\u00f6sen: Die Gleichungen der starken Wechselwirkung lassen Unterschiede zwischen Materie und Antimaterie zu, die in Experimenten bislang nicht beobachtet wurden. Das Axion k\u00f6nnte erkl\u00e4ren, warum die theoretisch m\u00f6gliche CP-Verletzung in der starken Wechselwirkung ausbleibt, und damit das starke CP-Problem l\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Axionen k\u00f6nnten au\u00dferdem einen Teil oder sogar die gesamte Dunkle Materie bilden. BabyIAXO sucht allerdings nicht direkt nach Dunkler Materie, sondern nach Axionen, die im Inneren der Sonne entstehen k\u00f6nnten. Ein Fund w\u00e4re daher noch kein Beweis f\u00fcr die Zusammensetzung der Dunklen Materie. Die gemessene Masse und Wechselwirkungsst\u00e4rke w\u00fcrden aber zeigen, ob das entdeckte Teilchen als deren m\u00f6glicher Baustein infrage kommt. Zugleich k\u00f6nnten die Messungen Aufschluss dar\u00fcber geben, wie Axionen im Sonneninneren entstehen und mit bekannten Teilchen wechselwirken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong><strong>Wie der Magnet Unsichtbares messbar machen soll<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Eigenschaften, die das Axion wissenschaftlich interessant machen, erschweren zugleich seinen Nachweis. Weil es Materie nahezu ungehindert durchdringen soll, braucht es ein starkes Magnetfeld und hochempfindliche Instrumente, um \u00fcberhaupt eine messbare Spur zu erzeugen. BabyIAXO richtet den Magneten bis zu zw\u00f6lf Stunden t\u00e4glich auf die Sonne, in deren Innerem Axionen entstehen k\u00f6nnten. Im Magnetfeld sollen sich einzelne Axionen in Lichtteilchen umwandeln, die anschlie\u00dfend von Teleskopen und Detektoren erfasst werden k\u00f6nnen. Daf\u00fcr wird der supraleitende Magnet auf etwa minus 270 Grad Celsius gek\u00fchlt. \u201eDas ist der gr\u00f6\u00dfte Dipolmagnet, der jemals f\u00fcr die Teilchenphysik gebaut wurde\u201c, sagt Schott. BabyIAXO dient zugleich als technologische Vorstufe f\u00fcr das geplante <strong><a href=\"https:\/\/iaxo.desy.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">International Axion Observatory IAXO<\/a><\/strong>, dessen Magnet mit 20 Metern doppelt so lang werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Axionensuche ist Teil des Forschungsprogramms von <a href=\"https:\/\/color-meets-flavor.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Color Meets Flavor<\/strong><\/a>. Der Exzellenzcluster der Universit\u00e4ten Bonn, Dortmund und Siegen sowie des Forschungszentrums J\u00fclich untersucht das Zusammenspiel der starken und schwachen Wechselwirkung und sucht nach bislang unbekannten Teilchen und Kr\u00e4ften. Schotts Forschung verbindet diese experimentelle Teilchenphysik mit moderner Datenanalyse und Maschinellem Lernen. Als Associated Principal Investigator am Lamarr-Institut arbeitet Schott an der Schnittstelle von experimenteller Teilchenphysik, moderner Datenanalyse und Maschinellem Lernen. Seine Gruppe entwickelt Verfahren, die seltene Signaturen in gro\u00dfen Datenmengen erkennen und die Empfindlichkeit physikalischer Experimente steigern. Von den sechs Millionen Euro f\u00fcr das Magnetsystem \u00fcbernimmt die DFG drei Millionen, das Land Nordrhein-Westfalen 2,4 Millionen und die beteiligten Universit\u00e4ten insgesamt 600.000 Euro.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.pi.uni-bonn.de\/desch\/de\/forschung\/iaxo\/home?utm_source=chatgpt.com&amp;set_language=de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Lesen Sie mehr \u00fcber IAXO: Auf der Suche nach Axionen<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/color-meets-flavor.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Lesen Sie mehr \u00fcber das Color Meets Flavour Projekt<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein zehn Meter langer Magnet soll k\u00fcnftig der Sonne folgen und dabei nach einem Teilchen suchen, das noch nie direkt nachgewiesen wurde. 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