{"id":33946,"date":"2026-01-28T08:04:33","date_gmt":"2026-01-28T08:04:33","guid":{"rendered":"https:\/\/lamarr-institute.org\/?p=33946"},"modified":"2026-01-28T08:38:36","modified_gmt":"2026-01-28T08:38:36","slug":"naist-kooperation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lamarr-institute.org\/de\/news\/naist-kooperation\/","title":{"rendered":"Neue Kooperation st\u00e4rkt internationale KI-Forschung am Lamarr-Institut"},"content":{"rendered":"\n<p>Das <strong>Lamarr-Institut f\u00fcr Maschinelles Lernen und K\u00fcnstliche Intelligenz, <\/strong>die <strong>Rheinische Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn <\/strong>und das <strong>Nara Institute of Science and Technology (NAIST)<\/strong> in Japan haben ein <strong>Memorandum of Understanding<\/strong> und ein <strong>Agreement of Student Exchange <\/strong>unterzeichnet. Die Vereinbarung bildet den Rahmen f\u00fcr eine langfristige Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und wissenschaftlichem Austausch an der Schnittstelle von KI-gest\u00fctzten Life Sciences, Bio- und Chemieinformatik, Data Science und Materialwissenschaft. Die Kooperation steht exemplarisch f\u00fcr zielgerichtete internationale Forschung, die weit \u00fcber symbolische Zusammenarbeit hinausgeht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Japan als strategischer Partner im globalen Forschungskontext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Japan z\u00e4hlt zu den technologisch f\u00fchrenden L\u00e4ndern in den Bereichen <strong>Robotik, Materialwissenschaft und angewandte KI in der Medizin.<\/strong> Mit dem Regierungsprogramm <em>Society 5.0<\/em> verfolgt das Land das Ziel, <strong>wissenschaftliche Innovation mit gesellschaftlichem Nutzen zu verbinden<\/strong> \u2013 insbesondere in einer alternden Gesellschaft, in der digitale Technologien und K\u00fcnstliche Intelligenz die Lebensqualit\u00e4t verbessern sollen. Das Nara Institute of Science and Technology ist Teil des japanischen Exzellenzprogramms J-PEAKS, das den Aufbau forschungsintensiver Universit\u00e4tskonsortien und die internationale Vernetzung f\u00fchrender Hochschulen f\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese forschungsnahe technologische Exzellenz macht Japan zu einem idealen Partner, um <strong>datengetriebene Forschung methodisch weiterzuentwickeln<\/strong>.Initiiert wurde die Kooperation vom Data Science Center NAIST und dem Bereich Life Sciences &amp; Health des Lamarr-Instituts, die bereits langj\u00e4hrige Beziehungen verbindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Fortschritte in naturwissenschaftlich und medizinisch orientierter KI-Forschung \u00a0erfordern heute nicht nur gro\u00dfe Datenmengen, sondern auch die <strong>Kombination unterschiedlicher Modellierungsans\u00e4tze und interdisziplin\u00e4rer Forschungskonzepte<\/strong> \u201eDie gr\u00f6\u00dften Fortschritte entstehen dort, wo Entwicklung von KI-Methoden, datengetriebene Modellierung und experimentelle Forschung ineinandergreifen\u201c, sagt <strong>Prof. Dr. J\u00fcrgen Bajorath<\/strong>, Area Chair des Bereichs Life Sciences &amp; Health am Lamarr-Institut. \u201eInternationale Kooperationen wie diese f\u00f6rdern exzellente, wirkungsvolle und gesellschaftlich relevante Forschung in besonderem Ma\u00dfe.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>F\u00f6rderung des wissenschaftlichen Nachwuchses<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als eine der f\u00fchrenden japanischen Exzellenzuniversit\u00e4ten in Informations-, Bio- und Materialwissenschaften bringt NAIST diese Forschungsst\u00e4rke gezielt in die Partnerschaft ein. Gemeinsam mit der Universit\u00e4t Bonn und dem Lamarr-Institut entsteht so ein Verbund, der <strong>methodische Ans\u00e4tze, Datenkompetenz und experimentelle Forschung systematisch zusammenf\u00fchrt<\/strong>. Die Vereinbarungen schaffen die Grundlage f\u00fcr <strong>gemeinsame Forschungsprojekte, Lehrformate und einen strukturierten Studierendenaustausch. <\/strong>Studierende und Promovierende sollen fr\u00fchzeitig in internationale Forschungsprojekte eingebunden werden und Einblicke in wissenschaftliche Arbeitsweisen unterschiedlicher Kulturkreise erhalten. Der Studierendenaustausch erm\u00f6glicht Master- und Promotionsstudierenden beider Institutionen Forschungsaufenthalte von bis zu einem akademischen Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zum Ausbau der wissenschaftlichen Zusammenarbeit hat Dr. Andrea Mastropietro zum Jahresbeginn eine neue Position angetreten:<\/strong> Er wird als <em>Junior Research Group Leader<\/em> an der Universit\u00e4t Bonn und am Lamarr-Institut t\u00e4tig sein und zugleich eine <em>Cross Appointment<\/em> als <em>Assistant Professor<\/em> an der NAIST \u00fcbernehmen. In seiner Forschungsgruppe arbeitet er an graphbasierten Lernverfahren, generativer KI und erkl\u00e4rbarer KI f\u00fcr Anwendungen in den Life Sciences. \u201eIch freue mich sehr darauf, Forschung und Lehre k\u00fcnftig \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg zu verbinden und gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen in Bonn und Japan neue wissenschaftliche Impulse zu setzen\u201c, sagt Mastropietro.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der neuen Partnerschaft entsteht eine <strong>wertebasierte Allianz zweier Forschungssysteme<\/strong>, die auf Transparenz, Verantwortung und nachhaltigen Erkenntnisgewinn setzen \u2013 und damit eine <strong>Alternative zu den etablierten Forschungsachsen mit den USA und China<\/strong> bilden. Die Kooperation steht f\u00fcr eine forschungspraktisch gelebte internationale Zusammenarbeit, in der KI-Methoden gezielt dort weiterentwickelt werden, wo sie <strong>gesellschaftliche Wirkung entfalten<\/strong> k\u00f6nnen \u2013 etwa in der Gesundheitsforschung und im Kontext des demografischen Wandels.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Lamarr-Institut, die Universit\u00e4t Bonn und die japanische Spitzenuniversit\u00e4t Nara Institute of Science and Technology (NAIST) starten eine langfristige Kooperation in den Bereichen K\u00fcnstliche Intelligenz, Life Sciences und Data Science. Die Partnerschaft umfasst ein Memorandum of Understanding, einen Studierendenaustausch sowie ein internationales Cross Appointment zwischen Deutschland und Japan.<\/p>\n","protected":false},"author":28,"featured_media":33954,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[177,174,175],"tags":[740,1653,738],"class_list":["post-33946","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bildung","category-pressemitteilungen","category-wissenschaft","tag-internationales","tag-networking","tag-studium"],"acf":[],"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lamarr-institute.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33946","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lamarr-institute.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lamarr-institute.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lamarr-institute.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/28"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lamarr-institute.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33946"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/lamarr-institute.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33946\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lamarr-institute.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/33954"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lamarr-institute.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33946"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lamarr-institute.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33946"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lamarr-institute.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33946"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}